SYNCHRON-EDIT
In der Synchronbranche ist der Synchroncutter das Bindeglied zwischen der Aufnahme im Studio und der finalen Mischung. Hier ist eine Übersicht der zentralen Aufgaben, unterteilt in die verschiedenen Phasen der Produktion:
1. Vorbereitung (Das „Taken“)
Bevor die deutsche Sprache im Tonstudio aufgenommen werden, unterteilt der Cutter das Originalvideo anhand des Scripts in kleine Abschnitte, sogenannte „Takes“ bzw. Sinneinheiten, die für die Sprecher im Studio gut handhabbar sind. Im Zuge dessen werden fehlende Textpassagen ergänzt.
2. Atelierbetreuung:
Während der Sprachaufnahmen im Tonstudio wird die Lippensynchronität anhand des Scripts und des Originals überwacht und angepasst.
Dokumentation: Führen des Cutterbuchs, in dem Textänderungen, Regieanweisungen und die Auswahl der besten Takes (Keepers) vermerkt werden. 
Zusammenarbeit mit der Regie und dem Tonmeister: Abstimmung der kreativen Vision.
3. Der Synchronsprachschnitt
Hier werden die deutschen Sprachaufnahmen präzise auf die Mundbewegungen der Originaldarsteller unter Berücksichtigung der emotionalen Dynamik angepasst.
Audio-Cleaning: Entfernen von kleinen Störgeräuschen (Schmatzer, Klicks) und das Optimierung von Schnittübergängen innerhalb der Dialogspur.
4. Vorbereitung der Mischung
Spurorganisation: Strukturierung der Sessions nach Standards (z. B. Trennung von Dialog, Effekten und Musik) für den Mischtonmeister.
Qualitätscheck: Finale Prüfung der Synchronität über den gesamten Film hinweg, um sicherzustellen, dass keine Asynchronitäten durch spätere Bildänderungen entstanden sind. Abschließende Prüfung auf Synchronität und schauspielerische Kontinuität über alle Szenen hinweg. Übergabe an die Mischung: Enge Kooperation mit dem Mischtonmeister, um sicherzustellen, dass alle Soundelemente im finalen Mix die richtige Balance finden.
